Historie

„Santo Stefano“ in Assisi –

ein Ort des Gebetes, der Begegnung und der Gastfreundschaft

Jahrelang war Santo Stefano, die kleine Kirche im Herzen von Assisi, in den Sommermonaten von Gruppen, die über die Interfranziskanische Arbeitsgemeinschaft (INFAG) in Würzburg gewonnen worden waren, betreut worden. Am Ende des ersten Jahrzehnts des neuen Jahrhunderts ging dieses Engagement zu Ende. Georg Borgschulte, Pastoralreferent im Katholischen Forum Dortmund, fasste nach vielen Besuchen und Gesprächen im Herbst 2010 den Entschluss, dieses Engagement wieder neu zu beleben. In Absprache mit der INFAG, dem Erzbischof von Assisi und den Priestern der Pfarrei Santa Maria Maggiore, zu der die Kirche von Santo Stefano gehört, starte das Projekt „Santo Stefano im Jahr 2011 neu. Vom 30.7. bis 3.9.2011 wurden die Kirche und der Garten von Santo Stefano wieder zu einem Ort franziskanischer Begegnung. Fünf Teams von Ehrenamtlichen waren wochenweise vor Ort, um einen Dienst der Gastfreundschaft, des Empfangs und der Seelsorge für die Besucherinnen und Besucher anzubieten. Mehr als 70 Menschen unterschiedlichen Alters waren auf Anregung des Katholischen Forums Dortmund dem Aufruf gefolgt, sich an diesem Projekt als Gastgeber zu beteiligen. Und die Touristen aus aller Welt kamen – als Einzelpersonen und in Gruppen - sehr zahlreich: in die Kirche zu den Gebeten am Morgen und am Abend, zu einem Schauspiel über die heilige Klara, zu Taizé-Gebeten, zu einer Nacht der spirituellen Lieder oder auch zum stillen Gebet; in den Garten zu Gesprächen bei einem Glas Wasser, zum Ausruhen und Atemholen.

Die gastgebenden Gruppen fanden im Ferienhaus von Signor Gambacorta Unterkunft.

Hier einige Einträge aus dem „Gästebuch“:

Aus dem Tag in der Einsamkeit der Kirche wurde ein Tag voller lebendiger Begegnungen. (Pia aus Dortmund).

Schön, dass Santo Stefano wieder offen ist. (Bruder Martin aus Wiedenbrück)

Ein Ort der Stille - mitten im Trubel von Assisi! (Fam. Greiner vom Bodensee)

Magnifique messe avec votre communauté! Merci! (Ana T.)

Ich gratuliere Ihnen herzlich für die fantastische Arbeit, die in dieser wunderbaren Kirche entwickelt wird! Wenn immer mehr Menschen so etwas unternehmen wie Sie hier, dann werden wir bestimmt eine viel bessere, schönere Welt haben und alle Lebewesen werden im Frieden und im Geist der Liebe leben können. (Evelyn Funk aus Sao Paulo, Brasilien)

Es ist nach 22.15 Uhr und wir singen, beten, singen – gemeinsam mit Freunden aus I, PL, GB, D, CAN. (Lesia, Anna)

Danke für das Wasser, das mir gereicht und die Aufmerksamkeit, die mir geschenkt wurde – und für den liebevollen Umgang miteinander. (Klaus Ruloff)

Nach vielen Jahren wieder hier – ein bisschen wie „nach Hause kommen“. Das nächste Mal lässt nicht so lange auf sich warten!“ (Luzie, Ansgar und viele andere)

Wie schön, dass der Ort wieder belebt ist. Danke! – (Sr. Therese Wetzel, Lahr)

Der Bischof von Assisi war sehr begeistert von dieser Art der „Touristenseelsorge“ und wünschte, dass diese Arbeit in den kommenden Jahren fortgesetzt würde. Auch haben sich viele Einzelpersonen, Gruppen, Gemeinden und franziskanische Gemeinschaften gemeldet, die in Zukunft hier mitarbeiten möchten. In Absprache mit dem Bischof und den Verantwortlichen vor Ort konnte dieses Projekt in den Jahren 2012 und 2013 fortgeführt und zeitlich ausgeweitet werden.

Im kommenden Sommer 2015 werden Kirche und Garten von Santo Stefano sechs Wochen lang von unterschiedlichen Gruppen betreut werden - außerdem eine Woche im Herbst. In den Wochen vom 4.7. bis 11.7. und vom 3.10. bis 10.10. sind noch einige Plätze frei; Interessierte können sich melden bei: 
Georg Borgschulte, Apelank 18, 44339 Dortmund
Tel.: 0231 88055010; 0172-9578464; 
Mail: georgborgschulte@gmx.de